Art. 1 Name, Sitz

1.1.

Im Sinne von Art. 60 ff. des ZGB besteht mit Sitz in Grosswangen seit 1948 die Säulizunft Stettenbach-Grosswangen, welche politisch und konfessionell neutral ist.

1.2.

Die Adresse der Zunft ist beim jeweiligen Präsidenten.

Art. 2 Zweck

2.1.

Die Zunft belebt die Dorffasnacht. Sie führt Fasnachtsanlässe oder andere Anlässe durch, organisiert alle 3 Jahre einen Umzug im Dorf und nimmt an den Umzügen der Rottalzünfte (Ruswil, Ettiswil) teil.

2.2.

Satzungsgemässe Veranstaltungen sind:

§ Generalversammlung

§ Zunftbot 6. Januar (3 Königen)

§ Durchführung eines Umzuges alle 3 Jahre (turnusgemäss abwechselnd mit den andern Rottalzünften)

§ Teilnahme an den Umzügen der Ziberlizunft Sigigen und der Muggenzunft Ettiswil.

§ Betagtenzentrum- und Kindergartenbescherung


2.3.

Zur Erfüllung ihres Zweckes kann die Säulizunft dazu geeignete weitere Veranstaltungen organisieren.

Art. 3 Mitgliedschaft

3.1.

Die Mitgliedschaft steht grundsätzlich jedermann offen, der gewillt ist, dem Zunftzweck nachzuleben und den Jahresbeitrag zu bezahlen. Die Zunftzugehörigkeit beginnt mit der Bezahlung des Beitrages und gilt für das laufende Zunftjahr.

Die Aufnahme erfolgt auf Vorschlag des Zunftrates (zuerst 1 Jahr Bewährung) oder zur Wahl als Zunftmeister durch das Zunftbot.

Die Generalversammlung kann auf Antrag des Zunftrates einen Ehrepräsidenten und Ehrenmitglieder ernennen.

3.2.

Die Zunft besteht aus:

§ Zunftmitglieder

§ Zunftmeister

§ Zunftpräsident

§ Vizepräsident

§ Säckelmeister (Kassier)

§ Tintenknecht (Aktuar)

§ Kanzler

§ Fähnrich

§ Materialverwalter, Dekorationschef, Umzugschef

§ Altmeister

§ Ehrenpräsident

§ Ehrenmitglieder

3.3.

Die Mitgliedschaft erlischt:

§ durch schriftliche Austrittserklärung

§ durch Tod

§ durch Ausschluss

Bei Austritt, Tod oder Ausschluss entfällt jeder Anspruch auf Vermögen und Material.

Art. 4 Rechte und Pflichten der Zünftler

4.1.

Alle Zünftler fördern nach bestem Wissen und Gewissen den Zweck der Zunft und unterstützen den Zunftrat in seinen vielseitigen Aufgaben. Sie helfen bei Umzügen und Veranstaltungen nach Anweisung des Zunftrates. Bei offiziellen Anlässen begleiten sie den Zunftmeister.

4.2.

Der Jahresbeitrag wird jährlich an der GV festgelegt (Haftungsbeschränkung ZGB, Art. 71, Abs. 1 und 2).

Art. 5 Organisation

5.1.

Die Organe der Zunft sind:

a) GV Die GV findet jeweils im 4. Quartal des Jahres statt und ist oberstes Organ der Zunft.

b) Jahresbot Dieses soll, wenn immer möglich, am 6. Januar (Heilige Drei Könige) stattfinden.

c) Zunftrat Der engere Zunftrat besteht aus dem Zunftmeister, dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten, dem Säckelmeister und dem Tintenknecht.

Dem erweiterten Zunftrat gehören zusätzlich noch der Ehrenpräsident, der Kanzler, der Materialverwalter, der Fähnrich, der Altmeister (2 Jahre), der Dekorationschef und der Umzugschef an.

Der Zunftrat wird alle 2 Jahre gewählt und hat folgende Aufgaben und Kompetenzen:

· Leitung der Zunft und seine Vertretung nach aussen

§ Einberufung und Traktandierung der Geschäfte der GV und des Jahresbots

§ Ausführung der Versammlungsbeschlüsse

§ Verwaltung des Zunftsvermögens

d) Rechnungs- Die Generalversammlung wählt aus ihren Rei-

revisoren hen 2 Rechnungsrevisoren. Die Amtsdauer beträgt 2 Jahre. Eine Wiederwahl ist möglich. Die Rechnungsrevisoren prüfen die Jahresrechnung, die Kassenführung, Belege und Wertschriften der Zunft und erstatten der Generalversammlung hierüber mündlich und schriftlich durch einen anwesenden Revisor Bericht. Die Rechnungsrevisoren sind berechtigt, jederzeit eine Kassenkontrolle durchzuführen.

5.2.

Der Zunftmeister ist die höchste Fasnachtsinstanz und trägt Zunftkette, Zepter und weitere Insignien die zur Würde seines Amtes gehören. Er übernimmt die Betagtenzentrum- und Kindergartenbescherung.

Der Präsident oder der Vizepräsident vertritt die Zunft nach innen und aussen. Er leitet die Versammlungen und Sitzungen und ist für die Vollziehung der Satzungen und der gefassten Beschlüsse verantwortlich. Er erstattet der Generalversammlung Bericht über die Zunfttätigkeit im abgelaufenen Jahr.

Als Vizepräsident wird ein Zunftmitglied durch die Generalversammlung gewählt. Möglich ist auch, dass der Tintenknecht oder der Säckelmeister für diese Funktion bestimmt wird.

Der Säckelmeister verwaltet das Vermögen, zieht die Jahresbeiträge ein und führt die Kasse der Zunft. Er unterzeichnet zusammen mit dem Präsidenten.

Der Tintenknecht führt das Protokoll und die laufenden Korrespondenzen und unterzeichnet gemeinsam mit dem Präsidenten oder Zunftmeister.

Der Kanzler ist die rechte Hand des Zunftmeisters und wird durch den Zunftmeister ernannt.

Der Fähnrich trägt die Zunftfahne an speziellen Anlässen. Er ist verantwortlich, dass er von Fahnenwachen begleitet wird.

Der Materialverwalter sorgt dafür, dass das Zunftmaterial richtig aufbewahrt und unterhalten wird. Er führt ein Inventar über das zunfteigene Material.

Der Dekorationschef ist bei allen Fasnachtsanlässen für die richtige Dekoration der Räume verantwortlich.

Der Umzugschef ist für den Fasnachtsumzug verantwortlich. Zusammen mit dem Meister und dem Kanzler nimmt er die Umzugswagen ab.

Die Altmeister sind die Ehrengarde der Zunft und stellen dem Zunftmeister ihre Erfahrung zur Verfügung.

Die Zunfträte und die Zunftmitglieder unterstützen den Zunftmeister in allen Belangen, besonders bei den Aktivitäten während der Fasnacht. Sie fördern das fasnächtliche Geschehen.

Art. 6 Umzug

In der Regel wird alle 3 Jahre ein Umzug durchgeführt. Im betreffenden Jahr wird rechtzeitig eine besondere Versammlung einberufen und Freunde und Gönner dazu eingeladen.

Art. 7 Wahlen, Beschlussfassung

7.1.

Bei Wahlen und Abstimmungen entscheidet das absolute Mehr;

sie werden, wenn nicht geheime Abstimmung verlangt wird, offen durchgeführt. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Zunftpräsident, nach Anhören aller dies sich zu Wort gemeldet haben, durch Stichentscheid.

7.2.

Die GV, bzw. die Versammlungen sind beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend ist.

Art. 8 Haftung

Für alle finanziellen Verpflichtungen der Zunft haftet nur das Zunftvermögen. Jede persönliche Haftung der Mitglieder und des Zunftrates ist ausgeschlossen.

Art. 9 Satzungsänderungen

Satzungsänderungen werden durch den Zunftrat beraten und der GV zur Beschlussfassung vorgelegt; sie bedürfen der Zustimmung von 2/3 der an der Versammlung anwesenden Mitglieder.

Art. 10 Auflösung der Zunft

Die Auflösung der Zunft kann nur mit einer Mehrheit von 4/5 aller Mitglieder beschlossen werden. Allfälliges Vermögen und Material geht an den Gemeinderat von Grosswangen zur Aufbewahrung über. Es ist einer neu zu gründenden und dieselben Ziele verfolgender Zunft mit demselben Rechtsdomizil zur Verfügung zu stellen.

 

Vorliegende Satzungen wurden an der GV vom 16. November 2004 genehmigt und treten rechtsverbindlich sofort in Kraft. Frühere Satzungen sind aufgehoben.

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